Erster Omikron-Fall im Saale-Orla-Kreis über Weihnachten nachgewiesen / Mildere Krankheitsverläufe machen Mut / Schutzimpfungen kurzfristig verfügbar

Schleiz. Mit Sieben-Tage-Inzidenzen im 300-er Bereich und damit ähnlich hohen Fallzahlen wie 2021 startet der Saale-Orla-Kreis in das neue Jahr. Und auch eine weitere Parallele gibt es: Mündete die sich abflachende zweite Corona-Welle im Vorjahr direkt in der von der Alpha-Variante losgetretenen dritten Welle, dürften die zuletzt rückläufigen Infektionszahlen in Kürze in eine neue Infektionswelle durch die Omikron-Welle übergehen.

Damit rechnet auch der Amtsarzt des Saale-Orla-Kreises, Dr. Torsten Bossert, mit Blick auf die deutlich steigenden Fallzahlen in Norddeutschland. „Die Situation in den Thüringer Krankenhäusern ist angespannt und sie haben aktuell keine Luft für eine neue Infektionswelle.“ Zugleich äußert sich der Mediziner aber auch vorsichtig optimistisch. „Die Omikron-Welle wird uns treffen. Das ist sicher. Aber ich denke, wir werden es schaffen, sie zu bewältigen.“ Der erste nachgewiesene Fall der neuen Virus-Variante im Saale-Orla-Kreis wurde über die Weihnachtsfeiertage registriert.

Mut machen die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, wonach Omikron zu milderen Krankheitsverläufen führt als Delta. Zudem zeigt sich schon jetzt, dass vollständig geimpfte Personen auch bei der hochansteckenden Omikron-Variante gut vor schweren Erkrankungen geschützt sind.

„Das Problem, vor das uns Omikron stellen wird, ist die große Masse an Fällen innerhalb kurzer Zeit, was sich durch unsere niedrige Impfquote noch verschärfen dürfte. Daher ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, damit wir die Klinken so gut es geht entlasten. Jede verhinderte Krankenhauseinweisung hilft uns, die Situation zu meistern“, so Dr. Torsten Bossert, der einen einfachen Rat für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises hat: „Lassen Sie sich impfen – möglichst vor der nächsten Welle!“

Wer sich gegen Covid-19 impfen lassen möchte, kann das ohne lange Wartezeiten tun. So sind aktuell Termine für die Impfstelle in Pößneck noch für diese Woche buchbar. Termine für diese sowie weitere Thüringer Impfstellen können online auf www.impfen-thueringen.de oder telefonisch unter 03643 / 4950 490 (Montag, Dienstag und Donnerstag 8 bis 17 Uhr, Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr) vereinbart werden. Auch Termine für Kinderimpfungen (fünf bis elf Jahre) können hier gebucht werden.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des südlichen Landkreises können beispielsweise Impfaktionen im Landkreis Hof eine Alternative sein (www.impfung-hoferland.de/impfaktionen-ohne-termin). Für den Saale-Orla-Kreis selbst sind Mitte des Monats terminfreie Impfaktionen in Wurzbach (15. Januar) und Neustadt (17. Januar) geplant. Zu guter Letzt führen auch eine Reihe niedergelassener Ärztinnen und Ärzte an Saale und Orla Impfungen gegen Covid-19 durch.

 

01_2022_01_04 Sorge und vorsichtiger Optimismus vor Omikron-Welle im SOK

Pressesprecher

Alexander Hebenstreit

 

Landratsamt Saale-Orla-Kreis

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